Hier können sich ehemalige Angehörige vorstellen.
Der Namensgeber:
Renner Rudolf (1894-1940)
Geboren am 27.3.1894 in Beule, Kreis Schwelm, Sohn eines Bierhändlers, lernte Steindrucker.1910 Eintritt in die Gewerkschaft und soz.Jugend. Bei Kriegsausbruch zur Infantrie eingezogen, später Flugzeugbeobachter an der Front. 1916 schloss er sich der Spartakusgruppe an. Kurz vor Kriegsende wegen illegaler polit. Betätigung festgenommen, durch die Revotution befreit und in den Soldarat gewählt.
Er wird wegen anti-militarischer Propaganda unter den Soldaten verhaftet und bis zur Revolution im November 1918 eingesperrt. Von den Soldaten seines Regiments wird er in den »Soldatenrat« gewählt. Renner wird Mitbegründer der Kommunistischen Partei Deutschlands in Elberfeld und Umgebung (da wo Friedrich Engels herkam).
Anfang 1919 zog Renner nach Elberfeld, Eintritt in die KPD.
Als geschickter Redner, der sich eine gute Allgemeinbildung angeeignet hatte, von der Parteiführung schon 1919 als Sektetär eingesetz, zunächst in Städten des Reinlands.1920 ging er nach Sachsen, wurde Volontär bei der Chemnitzer KP-Zeitung -Kämpfer-, übernahm dann in Dresden das -Volksblatt-. Als jüngster Abgeordneter zog er 1921 für die KPD in sächsischen Landtag, dem er ununterbrochen bis 1933 abgehörte.Renner war bald einer der führenden Kommunisten in Ostsachsen.1923 Kursant eines Halbjahreslehrgang an der intern.Lenin Schule. Anfangs Anhänger der Brandler Führung, wechselte er zu den Linken und wurde nach dem -Offenen Brief-1925 Gefolgsmann des Thälmann ZK.Von 1925 bis 1928 war er in Dresden Chefredakteur der neuen KPD Zeitung für Ostsachsen, die - Arbeiterstimme-. Der XII.Parteitag 1929 wählte Renner zum Mitglied des ZK. Von 1928 bis 1933 Vorsitzender der Landtagsfraktion und dort bekannt als schlagfertiger Parlamentarier. Als ihn z.B.der NSDAP abgeordnete Studentowski beschimpfte: du mit deiner Glatze, antwortete ihm Renner promt:
wenn ich so viel Mist im Kopf hätte wie Du, würden mir warscheinlich auch Haare wachsen.
Anfang 1929 als Kommissar des ZK nach Leipzig geschickt, löste er den Versöhnler Georg Schumann als als Pol.Leiter ab, doch bereits im Februar 1929 übergab er diese Funktion Jean Winterich. Renner ging nach Berlin, um die Leitung des Pressedienstes der KPD zu übernehmen. Nach der Zusammenlegung der sächsischen Bezirke 1929 wieder Chefredakteur der Sächsischen Arbeiterzeitung, dann 1932 vom ZK in die Redaktion der Roten Fahne nach Berlin berufen und Ende 1932 erneute Rückkehr nach Leipzig. Hier wurde Renner am 11.April 1933 verhaftet und schwer mißhandelt. Im April 1934 zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt, wurde er nach Ablauf der Strafe in die KZs Sachsenburg, Oranienburg und zuletzt nach Buchenwald gebracht, wo er am 30 Juli 1940 ums Leben kam.