Trotz Eis und Schnee:   Fahrschule

 

 

Glatteis !

 

 

Unheimliche Kräfte drängen das Fahrzeug aus der Spur. Schrecksekunden. Gleichwohl, solche Schrecksekunden durchleben die Unteroffiziersschüler des Ausbildungszentrums der NVA. Doch können auch bei widrigsten Witterung die Panzer nicht stehenbleiben, man muß sich auch auf militärische Handlungen im Winter vorbereiten. So muß der Fahrer den 36t schweren Panzer selbst dann sicher im Griff haben, wenn es friert und schneeit. Und  so war es nicht verwunderlich, daß ihnen schon auf den ersten Metern der Panzer langsam, aber stetig aus der Spur glitt oder sich bei einigen sogar um die eigene Achse drehte."Mehr Gefühl" sagt der Fahrlehrer. Gut und schön aber 580 PS sind eben nicht so schnell wieder zu  bändigen , wenn man ihnen unerfahren und ungeschickt voreilig die Zügel hat schießen lassen.

 

die Slalomstrecke

 

Leicht gesagt ! Denn lenken heißt beim Panzer eigentlich bremsen. Und das willbei Glätte erst einmal gelernt sein. Ein Panzer wird über seine Lenkhebel gebremst. Wird einer davon in Stellung 1 gezogen, verlangsamt sich die Geschwindigkeit der dazugehörigen Kette, in Stellung 2 wird sie gestoppt. Entsprechend dem eingelegten Gang läuft unterdessen die andere Kette weiter. So wird je nach Stellung ein größerer oder kleinerer Wenderadius gefahren. Auf diese Weise erfuhren die angehenden Panzerfahrer, wie sensibel so ein Koloß aus Stahlreagiern kann.

 

 

Auf der vereisten Spurbrücke

Manch einer wollte kaum glauben, daß sein Panzer ,von dem er wußte,er würde mit ihm sogar einmal metertiefe Ströme durchqueren, in70cm hohem lockerem Schnee ziemlich hilflos ist. Einmal von der freigeräumten Panzerstraße abgekommen, schob sich unter der Wanne der Schnee alsbald zu einem Polster, daß den schweren Panzer -aushob-.

 

Die Ketten liefen frei und ohne wirkung über die Laufrollen.(So hohen Schnee kann man nur mit Schwung und nur über kurze Distanzen durchfahren)
Aber schließlich ist der Panzer eine Waffe, und seine Bewegungen auf dem Gefächtsfeld ergeben sich aus taktischen Gründen. Wie oft ist da anzuhalten und wieder anzufahren, auch am Hang.
Liegt Schnee und ist es glat, muß nicht nur richtig gekuppelt werden, da braucht es mer:Fingerspitzengefühl!

Kaum aber hatten sie geradeaus zu fahren gelernt und noch ein wenig mehr,wurde von ihnen auch schon Slalom verlangt. Das waren nicht mehr die Schlängeltouren der ersten Fahrstunden, jetzt waren Hindernisse ohne anzuecken zu umfahren.
Nun ist ja die Sicht des Panzerfahrers eingeengt. Hinweis von Fahrlehrer: Erst an den Lenkhebeln zeihen, wenn die Pfähle, um die man fahren will, nicht mehr zu  sehen sind. Der Gefährlichkeitsgrad der Hindernisse auf dem Gefächtsfeld ist sehr verschieden. Aus der Spur kommen, am Hanf wegrutschen, irgendwo anstoßen, das höltschon auf und kann zu Schäden führen, kann das Gefächt behindern. Das völlige Aus für den Panzer bedeutet es aber, fällt er von Brücke ind Wasser oder fährt auf  Minen, da ihm dann weder das Bergefahrzeug noch der Werkstadtwagen unmittelbar helfen können.

 

Im Sperranschnitt

 

 

 

Deshalb sind Spurbahnbrücke und die Minengasse die wichtigsten Elemente auf der Panzerfahschulstrecke. Ist die Brücke vereist, grenzt diese Übung an einen Hochseilakt.
Noch gennauer als bei trockenem wetter ist sie anzufahren. Schon gar nicht darf bei der Überfahrt gelenkt werden. Praktisch sind nur zwei  Zensuren möglich: Wird sie bewältigt,die Note Eins,rutscht der Panzer ab,die Note Fünf.
Gleichermaßen sieht es an der minengasse aus. Sie gilt als mit KMT 5 geräumt, was bedeutet: Ein Panzer mit vor dem Bug befestigten Walzen, die vor seinen Gleiseketten laufen, hat im Minenfeld die in der Fahrspur liegenden Minen gezündet. Nue diese spur ist Minenfrei. Auf  der Fahrschulstrecke ist sie durch Pflöcke gekennzeichnet.
Schließlich sind auf dem Gefechtsfeld immer wieder Gräben zu passiern. Deshalb gibt es das Element Pnzergraben. Mit Schnee gefüllt, schien denSchülern der Graben gar nicht so tief. Trotzdem hob die Glätte diesen Vorteil völlig auf. Da hieß es, mit dem Gas äußerst vorsichtig sein. von selbst mußten sie den Panzer in den Greben rollen lassen. Gas durften sie erst unten an der Grabensohle geben, um es bald wieder wegzunehmen, damit der Panzer auf dem harten, vereisten Grabenrand nicht nach vorn aufschlug.

Ein Panzer, der nicht zielgerichtet manövriert werden kann, nützt nicht viel. Dieser Verantwortung, beteuerten die Unteroffiziersschüler, wollen sie sich nicht entziehen.

 

 

 

Die Minengasse

 

 

Der Panzergraben

 

Der Komandostand

"Dazu wollen wir die Genossen befähigen. Es ist unser Erziehungsziel "

sagte Hauptmann...... ,einer der Fahrlehrer für panzerttechnische und Fahrausbildung.
 

Ist der Panzerfahrer, dessen Ausbildungszeit in den Winter fällt, nun besser ausgebildet? Sicher ist er spezieller, eben für eis und Schnee. Aber auch das Fahren durch Sand und Schlamm will gelernt sein.

Die Unterwasserfahrt verlangt weitere spezielle Fertigkeiten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Fahrschulstrecke MSR9 Torgelow 1978(-Panzer 901-)

 

 

 

 

 

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